Beauceron

 

Begrüßung
Über mich
Unsere Arbeit
Informationen
Futterplan
Gewöhnungsübungen
Bildergalerie
Pflege
Meine Hunde
Alles über Aias
Andere Fotos
Der Standard
Das Wesen
Hundeschule
News
Links
Awards
Regenbogenbrücke
Notfälle
LinkHitList


 

Berger de Beauce

| Impressum | Feedback | Gästebuch 1 | Gästebuch 2 | Themenübersicht |  

 

Trail-Tagebuch März



Donnerstag, 01.03.2007

Übungen im Grafschafter Wald

Heute nachmittag um 14 Uhr habe ich mich mal wieder mit meiner Freundin im Wald getroffen. Wie immer erfolgte erst mal eine Gassirunde, damit sich die Hund so richtig austoben und abreagieren konnten. Das Wetter war herrlich, wie man an den Badebildern sehen kann. Ja, das war wirklich heute. Danach brachten wir den Hundesenior ins Auto, damit er sich ausruhen konnte.







Mit allem, was man braucht, bepackt ging es dann wieder ab in den Wald. Heute hatte ich zum ersten Mal etwas anderes als Geruchsartikel dabei als die üblichen Stoffstücke. In meinem Kramsortiment habe ich ein altes Handy, eine Bonbondose und einen Lippenstift gefunden. Alles gründlich abgewaschen und verpackt. Für heute haben wir uns für Handy und Lippenstift entschieden.



Die erste Suche für Aias begann auf einem Feldweg und ging auf ein abgemähtes Maisfeld. Dort hatte der Bauer schon Mist abgefahren, als Dünger. Als erste Geruchsartikel wurde das Handy gewählt und einfach auf den Weg gelegt. Aias nahm es ohne Probleme als Geruchsträger an und verfolgte die Spur ohne Probleme, am Feldeingang bog er problemlos nach links ab und lief am Rand entlang. Dabei pendelte er ein wenig, was ich auf den einsetzenden Wind und den matschigen Untergrund schob. Am Ende des Feldes trafen wir auf einen Trampelpfad, auf den Aias überwechselte. Dieser Trampelpfad traf auf einen weiteren Feldweg, Aias bog nach links ab und danach gleich wieder rechts auf ein weiteres Maisfeld. Hinter dem Wall gleich wieder rechts und dann musste ich die Leine loslassen, weil er meine Freundin auf dem Wall sitzen sah und Fotos machte.

Mit dem Gesicht voran im Dreck landen wollte ich dann nun doch nicht... ;-)



Bei der zweiten Suche haben wir den Lippenstift als Geruchsträger genommen. Auch den hat meine Freundin am Waldweg an den Rand gelegt, leider war er so klein, dass Aias ihn gar nicht wahrgenommen hat und ich musste ihm den zeigen. Aber auch damit lief er unverzüglich los, mit solchen Sachen spielt es sich auch nicht so gut. Da auch keine Tüte drum herum war, kam er auch nicht auf die Idee, sie zerpflücken zu wollen. Aias lief also los, bog nach rechts in einen weitern Weg ab, hielt sich dich an einem Zaun, am Zaunende nach links abgebogen und auf einen Wall rauf. Oben angekommen, lief er verwirrt hin und her, hatte Schwierigkeiten, die Spur zu finden. Da ich meine Freundin beobachten konnte, wusste ich, sie ist auf der anderen Seite gleich wieder runtergegangen, aber ich habe Aias selber machen lassen. Leicht nach links versetzt lief er den Wall dann wieder runter durchs Unterholz.

Dabei pendelte er stark, ich merkte, er hat die Witterung, aber nicht die genaue Spur. Am Ende des Unterholzes trafen wir auf einen Waldweg. Auch hier pendelte er stark, tendierte aber stark nach rechts. Der Weg wurde gründlich von ihm abgesucht, keine Spur von Aufgeben, so wie sonst schon mal, aber auch kein Ghosttrail, was auch schon vorgekommen ist. Ich konnte genau sehen, er arbeitet wirklich. Plötzlich, ein kaum sichtbarer Trampelpfad, ich kam kaum hinterher, bog Aias nach links ab. Nase auf dem Boden, er hatte meine Freundin noch nicht gesehen, ich aber schon. Er umrundete ein paar Bäume, dann hatte er sie und ich lies die Leine los.

Dann meinte meine Freundin, lass uns schnell hier verschwinden, wir sind hier mitten in den Dachsbauten. Ich wollte nur wissen, ob er trotzdem sucht....huah, schnell weg.
Völlig erschöpft trottete Aias hinter uns her, das muss echt anstrengend gewesen sein, obwohl der Wald sein Lieblingsuntergrund ist.



Dritte Suche:

Sie begann in einer Tannenschonung. Aias und ich warteten auf dem Waldweg. Geruchsartikel war jetzt etwas ganz anderes. Meine Freundin hatte die ganze Zeit einen Ball am Band in der Jackentasche gehabt. Denn wollte sie jetzt mal benutzen. Wir verpackten ihn in einer Tüte, damit er ihn als Geruchsartikel erkennt. Meine Freundin verschwand hinter den Tannen und ich wartete etwa 10 Minuten, dann setzte ich Aias an der Tüte an. Wie zu erwarten, lebte sie nicht lange, Ball war ausgepackt, aber er spielte nicht damit. Er startete im gewohnt zügigem Tempo raus aus der Tannenschonung durchs Unterholz. Hier lief er kreuz, quer, hin, her, im Bogen und ich dachte: Was zum Henker macht der da???? Ist der doof? Aber er lief die ganze Zeit unter Spannung, kein bisschen lustlos oder als ob er gassi geht, nein er suchte schon....nur was? Plötzlich standen wir auf einem Waldweg, keine Ahnung, wie wir dahin gekommen waren, ich musste ja die ganze zeit aufpassen, dass mir nicht die Augen von den Ästen ausgepiekt wurden. Aias bog nach rechts auf den Waldweg ab, pendelte etwas hin und her und bog dann nach links auf einen Trampelpfad ab, der am See entlang führte. Ich war völlig verwirrt, keine Anzeichen von meiner Freundin. Aias rannte weiter, Leine immer straff. Ich war völlig überzeugt, dass kann nichts sein, was er da macht. Nase immer auf dem Boden gebappt, lief er und lief. Und plötzlich legt Aias eine Vollbremsung ein und stürmt links ins Gebüsch....jo, da hockte meine Freundin hinter einem Baum. Aias warf sie vor lauter Freude auch noch um.

Ich hinterfragte sein seltsames Suchverhalten und erntet ein dickes Grinsen....sie war kreuz und quer durchs Unterholz gelaufen, Bögen und Seitenwechsel... Und ich dachte, der Kerle hat den Verstand verloren...



4. und letzte Suche:

Zum Abschluss wollten wir noch einen Untergrundwechsel auf Asphalt versuchen.

Wir wussten, bei dem aufkommenden Wind kann es schwierig werden, vor allem, weil Aias noch immer Schwierigkeiten mit dieser Art Untergrund hat. Das Ganze an den Schluss zu legen, war auch sehr gewagt. Trotzdem haben wir es versucht, aber nur ein kurzes Stück gewählt. Als Geruchsartikel diente wieder das Handy, welches auf dem Zufahrtsweg zu unseren Autos lag.

Dieser Weg war nur ein Feldweg, daher kein Problem für Aias. Am Ende des Weges ging es dann nach rechts ins Wohngebiet. Dort wechselte auch der Untergrund. Aias untersuchte im Bogen die Zugänge zu den Wohnhäusern, kam aber wieder raus. Am Asphaltrand zögerte er etwas, suchte nochmal am Hauszugang....aber dann überwand er sich und nahm den Geruch von der Hecke....plötzlich ging alles ganz schnell, er spurtete los, bog nach rechts auf die Strasse ab, weiter an der Hecke entlang, nochmal nach rechts und hinter einem Stromkasten stand meine Freundin. Er freute sich ein Loch, dass er sie gefunden hatte.

Danach war er aber fix und alle und stieg ohne Murren ins Auto. Für heute hatte das Kerlchen echt genug und eben kuschelte er tief schlafend in seinem Körbchen.

Nachdem er dann sein Abendessen zweimal genossen hatte, schläft er nun friedlich auf seinem Sofa im Zimmer meines Sohnes und wart nicht mehr gesehen.




Donnerstag, 08.03.2007

Bilder und kurze Beschreibungen von den Übungen am heutigen Tag



Das Opfer saß auf einem Hochsitz, daher die schöne Perspektive

Wir parkten in einem Waldweg und die Hunde warteten diesmal im Auto. Aias' erste Suche führte aus diesem Waldweg heraus auf eine Strasse mit Pflastersteinen. Neben der Strasse verlief ein Forstweg. Silvia hatte die Strecke an den Abzweigungen für mich zur Orientierung markiert. Aias nahm den Geruch auf und lief die Waldweg entlang, an der Kreuzung bog er nach links ab. Er hielt sich direkt auf der Strasse und folgte ihr ein ganzes Stück. Markierungen sah ich keine mehr, was mich etwas irritierte. Plötzlich, mitten auf der Strasse sah ich einen roten Puderstreifen, Aias bog nach rechts ab, aber dort war ein weiterer Puderstreifen. Silvia war also zuerst auf dem Forstweg gelaufen, während Aias gleich auf die Strasse gelaufen war. Ich liess ihn suchen, korrigieren durfte ich nicht. Er checkte hektisch alle Richtungen ab, suchte und suchte, dann drehte er um und ging den Weg zurück, den er gerade gekommen war.

Wieder auf der Strasse, bog er dann nach links ab und nahm die Richtung wieder auf, die er vorher auch schon gelaufen war.



Nach einer Weile sah ich einen weiteren Puderstreifen auf der Strasse und Aias bog erneut nach rechts ab. er überquerte einen kleinen Holzsteg und lief einen schmalen Pfad ins Unterholz entlang. Hin und wieder entdeckte ich wieder Puderstreifen, die mir den Weg wiesen, wir waren noch immer richtig unterwegs. Am Ende des Trampelpfades bog Aias nach links ab, dort aber zog er Kreise, als wüsste er nicht genau, wie es jetzt weiter ging. Puder konnte ich nicht entdecken, musste mich also voll auf ihn verlassen. Dann schien er die Spur abergefunden zu haben, denn er lief in Richtung einer Wiese weiter. Am Eingang fand ich dann auch einen Puderstreifen, der mir den Weg wies. Also waren wir richtig.



Auf der Wiese suchte er noch einmal gründlich die Richtungen ab, wandte sich dann nach rechts. Er blieb dicht an der Baumreihe, die die Wiese eingrenzte. Er zog mich zielstrebig auf einen Hochsitz zu, auf dem ich Silvia dann auch erkennen konnte. Aias hatte sie noch gar nicht bemerkt.



Zum Ende hin zog Aias stärker, hatte aber noch immer nicht bemerkt, dass Silvia oben saß. Er folgte der Spur bis zur Leiter, erst dann schaute er nach oben und stellte sich an der Leiter hoch. Eine richtige Anzeige war bei der Höhe nicht möglich, aber es war schon schön zu sehen, dass er es versuchte.



Für Hafny legte ich eine Spur vom selben Waldweg aus. Allerdings ging ich von dort aus gleich ins Unterholz. Dort gab es eine Art Schneise, die an der gleichen Wiese endete, an der ich vorher mit Aias auch war. ich war gespannt, ob Hafny es schaffte, meine frischere Spur herauszufiltern, da ich meine alte Spur leider kreuzen musste. Ich stieg über einen kleinen Graben und ging dann geradeaus über die Wiese. Hinter einem kleinen Wall versteckte ich mich, so konnte ich sehen, wie Hafny und Silvia auf die Wiese kamen. Nach einer Weile konnte ich sehen, dass Hafny auf die Wiese kam. Gespannt beobachtete ich ihn, wie er sich verhält. Geht er der alten Spur nach oder nimmt er die Frische? Er suchte eine ganze Weile herum. Ich konnte gut sehen, dass er richtig arbeitet und nicht nur daddelt, wie er es sonst gern mal tut. Klar, zwischendurch legte er schon noch mal eine Pinkelpause ein, aber er suchte weiter. Das ist eben Hafny.

Aber dann hatte er es gefunden, ich sah, dass er wieder schneller wurde. Da Hafny ein kleiner Penibler ist, war es ihm völlig zuwider, in den Pfützen zu laufen. Ich konte sehen, dass er kleine Bögen lief, anstatt, wie ich, einfach geradeaus zu gehen. Trotzdem kam er zielstrebig auf mich zu, kletterte über den Wall und hatte mich gefunden.

Beweisfoto: Ganz saubere Pfoten hatte er dann doch nicht.



Die letzte Suche für Aias sollte dann wieder von dem Waldweg starten, dann aber nach links runter. Wieder wollte Silvia markieren und ich wartete am Auto. Nach einer Weile holte ich Aias aus dem Auto, zog ihm das zog ihm das Geschirr an und setzte ihn am Geruchsartikel an. Zügig lief er los, zuerst hielt er sich überwiegend am rechten Wegesrand auf, dann aber wechselte er auf die linke Seite. An der Ecke fand er den Abzweig und bog auch zielsicher nach links ab. Dort sah ich auch das rote Puder am Boden. Jetzt aber bog Aias in die nächste Strasse nach rechts ab....komisch, dort wollte Silvia doch gar nicht lang gehen. Naja, vielleicht hat sie es sich anders überlegt und will mich verwirren. Aias lief und lief, immer wieder nahm er die Nase auf den Boden, wechselte die Strassenseiten, lies ein Haus hinter sich und dann noch eins. Keine Markierung zu sehen. Ich drehte mich um, oh weh, schon weit von der ursprünglichen Strasse weg, aber auf diesem Abzweig gab es keine Versteckmöglichkeit. Was macht Aias da? Er war bestimmt schon mehr als 500 m die Strasse entlang gelaufen, als ich die Suche abbrach. Ich hängte die Leine vom Geschirr ins Halsband um und erst jetzt hörte er auf zu ziehen. Völlig erschöpft lief er neben mir und ich war ratlos. Der Abzweig war nicht richtig, was also wollte er da? Mir war das völlig schleierhaft.Ihm war absolut nicht anzusehen, das er die Spur verloren hatte.

Wieder an der Kreuzung angekommen, konnte ich vom Weitem schon Silvia winken sehen. Sie kam mir auf der anderen Strasse schon entgegen. Ich winkte ihr zu, sie solle auf dem Stück noch eimal ins Unterholz gehen, damit Aias für den Abschluss noch ein Erfolgserlebnis bekommt. Er hatte sie noch nicht gesehen, daher setzte ich ihn ein Stück hinter der Kreuzung in Richtung Silvia nochmal neu an. Ich hielt ihm noch mal den Geruchsartikel unter die Nase, er fing wieder an zu suchen und diesmal fand er die richtige Spur. Nur jetzt lief er wesentlich langsamer, als vorher. Kein Wunder, wenn man sich in der falschen Richtung so verausgabt.



Nun konnte ich weitere Markierungen am Boden finden und Aias lief weiter. Ich hielt die Augen auf, denn auf Entfernung konnte ich nicht so gut einschätzen, wo Silvia nun im Gebüsch verschwunden war. Plötzlich bog Aias schlagartig nach links ins Unterholz ab und auf dem Wall saß Silvia.



Warum er aber in die falsche Richtung gelaufen war, konnten wir uns Beide nicht erklären. Wind war heute nicht gewesen, dass die Spur in die Nebenstrasse geweht sein könnte. Und vorher hat er die Aufgabe auch gut gemeistert.

Samstag, 10.03.2007

Einsatzübung der Rettungshundestaffel in der ehemaligen Kaserne an der Junkerei

Am Samstag hatten wir mit der Rettungshundestaffel eine große Einsatzübung mit Feuerwehr, THW, Johanniter und DRK. Diese fand in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne statt. An den allgemeinen Suchübungen konnten Aias und ich ja nun nicht teilnehmen, aber mit ein paar Feuerwehrleuten haben wir uns dann selber beschäftigt.

Ich habe mir einen Trailhelfer ausgesucht, der die Opfer für mich versteckt hat und dann hinter mir lief und uns ggf. korrigiert hat. Zu 99% war das aber nicht nötig, Aias hat das ganz hervorragend gemeistert, obwohl überall Leute herumliefen und auch schon Leute und Autos vorher und nachher über unsere Spuren gelatscht bzw. gefahren sind.

Eine Spur war ganz besonders witzig. Ein Helfer wurde angewiesen, auf einer Wiese zu starten. Er hat Aias mit seiner Fleischwurst angereizt und lief los. Ich habe Aias außer Sicht gebracht. Der Helfer lief ein Stück auf der Wiese, überquerte eine Strasse und kam dann wieder auf eine Wiese. Von dort aus wechselte er nach rechts über die nächste Strasse und ging zwischen zwei Häusern in ein Gebüsch. Aias neigt dazu, gnadenlos abzukürzen, wenn er den Helfer offensichtlich in Sicht hat.

Mein Trailhelfer rief mir zu, ich könnte kommen, müsste mit dem Start aber noch kurz warten, da ein Auto vorbei wollte. Dieses parkte dann aber am Strassenrand und wir liefen los. Aias überquerte die Strasse völlig korrekt und fand auch den rechten Winkel. Auch hier überquerte er die Strasse problemlos....öhm...direkt auf das Auto zu, das gerade angehalten hatte. Er umrundete das Auto so dicht, dass seine Leine fast an der Heckschürze hängen blieb. Ich schluckte schon erschrocken, weil es ein Mercedes war und der Besitzer auch schon ausstieg.

Aias lief zu ihm hin, beschnupperte ihn von oben bis unten. Ich entschuldigte mich für die belästigung und der Mann grinste: "Ich habe aber auch sehr leckeren Geruch dabei" und hielt eine Tüte von McD... hoch. ich dachte nur, du meine Güte, nun kriegste den Hund da nie mehr weg, aber Aias schnupperte noch mal, entschied, der ist falsch, drehte sich um und nahm wieder die Nase auf den Boden. Er lief in die entgegengesetzte Richtung, bog zwischen die Häuser ab und fand den Helfer im Gebüsch.

Mein Trailhelfer lachte sich fast ins Fäustchen, meinte, Aias hat das super gemeistert. Ich fragte ganz erstaunt, was er damit meinte und er erzählte mir, dass der Mercedes exakt auf unserer Spur geparkt hatte. Und Aias einfach auf der anderen Seite eine Personenkontrolle gemacht hat und dann die Spur weiter verfolgt hat. Ich war so stolz auf ihn, wo er doch so eine tolle Ablenkung vor der Nase hatte. Einen Burger hätte er sicher nicht verschmäht.

Alles in allem hat Aias alle gelegten Spuren fast exakt ausgearbeitet, sich nicht an den Untergrundwecheln gestört und sich auch nicht davon ablenken lassen, dass vorher so viele Leute über die Wiesen gelaufen sind.

Wir haben auch einen Versuch ohne Anreizen gewagt, auch ohne, dass Aias die Person vorher richtig wahr genommen hat. Mein Trailhelfer liess die Person vom Eingang des Übungsgebäudes starten, über einen Parkplatz gehen und dort über Schotter wieder auf Rasen. Dabei mussten wir an einem Durchgang zwischen dem Übungsgebäude und einem zweiten zurückliegenden Haus vorbei. Aias fand die Spur, obwohl er erstmals dort auf Asphalt starten musste und über den Parkplatz, obwohl dort vorher noch Einsatzfahrzeuge gestanden haben, die noch vor dem Start wegfahren mussten. Ich hatte keine Lust, möglicherweise unter dem LKW durchzukriechen, wenn Aias das meint.

Trotzdem fand er den Weg, aber an dem Durchgang zwischen den Häusern wollte er unbedingt dort lang. Der Helfer hinter mir sagte, das ist nicht der richtige Weg, setz an einer anderen Stelle nochmal an. Wir liefen einen Bogen und an der hausecke vorher fingen wir nochmal an. Da plötzlich lief Aias diagonal über den Parkplatz und wechselte auf den Schotter. Dort kreiste er etwas, an der Hauswand zog er dann weiter und bog links um die Ecke. Ein Zeichen kam, die Richtung war richtig. Aias passierte das Haus und kam auf eine weitere Wiese, die ein ehemaliger Parkplatz war. Zwischen den Bäumen verlor er noch einmal die Spur und ich ging noch mal ein kleines Stück zurück. Dann lief er wieder los und wechselte zwischen zwei Bäumen diagonal über den Parkplatz direkt auf eine niedrige Absperrung zu, er sprang drüber und wir befanden uns direkt auf der Rückseite des Übungsgebäudes. Ich konnte den Durchgang sehen, wo Aias kurz vorher durchwollte...aha...er wollte abkürzen, der Schlingel.

Weiter ging es links um die Hausecke, zwischen ein Schilfstück durch näher an die Hauswand und dann nochmal scharf nach links. Auf einem Kellerfenstersims saß der Helfer. Alles in allem war mir der Trailhelfer eine große Hilfe, der mir genau beschreiben konnte, dass Aias die Spur genau verfolgte, abkürzen wollte, weil der Wind durch den Durchgang wehte und wann und wo er die Spur selbstständig wieder gefunden hatte. Er sagte mir nie, wo genau es lang ging, nur, dass eine Richtung falsch war und ich nochmal neu anfangen soll und dass Aias die Spur dann wieder gefunden hatte. Es war zu keiner Zeit so, dass Aias keine Lust mehr hatte und frustriert war, er war immer dabei, weiter zu arbeiten.

Es ist nur schade, dass ich an diesem Tag keine Kamera dabei hatte, das Gelände war einfach klasse. Aias war einfach klasse.

Hier Bilder und Beschreibung vom Seminar in Delmenhorst

Mittwoch, 14.03.2007

Übungssuchen im Wald bei Reepsholt mit einer Fremdperson

Auch heute waren wir bei strahlendem Sonnenschein zum Üben unterwegs.
Auf dem Weg zu meiner Freundin habe ich eine Bekannte, Antje, von ihr abgeholt, die uns heute als Opfer zur Verfügung stand.

Aias kannte sie gar nicht, aber mit der heiligen Wurstdose war sie ihm ein willkommenes Opfer und von Scheu fremden Leuten gegenüber war nichts zu merken. Im Gegenteil, sie hatte Mühe, ihn sich vom Hals zu halten und die heilige Wurstdose gegen Diebstahl zu verteidigen.

Da es eine Fremdperson war, haben wir die Suchen nicht ganz so schwierig gestaltet. Trotzdem gab es einige Gemeinheiten. Da sonst immer meine Freundin das Opfer war, aber diesmal frei zu fotografieren war, wollte sie mal Bilder als Nichtopfer machen und positionierte sie sich mitten auf dem Weg.
Aias startete als wie gewohnt zügig, beim Näherkommen war er aber doch sichtlich irritiert, was meine Freundin da nu mitten auf dem Weg rum saß. Er fing an zu daddeln, was meine Freundin mir zurief. Ich merkte das auch, weil er anfing, die Gebüsche zubepieseln. Ich rief Aias wieder ran und zeigte ihm nochmal den Geruchsartikel und er fing wieder an zu suchen, aber noch immer etwas abgelenkt. Ich wurde schon panisch, dass er meine Freundin anzeigen könnte.





An einem Nebenweg bewegte er sich dann nach rechts ab und plötzlich zog er los, in einem Tempo, dass es mich fast aus den Schuhen gehoben hätte. In dem Tempo, welches ich von ihm kenne, ging es ab. Um Bäume herum, Trampelpfade entlang...und plötzlich wieder anders herum...seltsam, was macht er da.





Ich ging ein Stück zurück und setzte an der letzten sicheren Stelle an. Und da nahm er den letzten abgesuchte Pfad, aber anders herum...aha...er war falsch rum abgebogen, aber jetzt war er sicher. Er suchte sich seinen Weg durchs Unterholz, einen Hügel rauf und unter einem Tannenbusch durch. Ich hinterher, aber ein Haufen alter Tannennadeln rieselten mir in den Nacken. Panisch lies ich die Leine los....argh, da sitzen bestimmt alles Zecken drin.

Aber Aias war schon angekommen, hinter dem Busch saß Antje. Aias hatte sich den letzten Bogen aber gespart und hatte leider abgekürzt. Warum er dies getan hatte, wusste ich nicht, weil ich meine Puderflasche nicht finden konnte, um den Wind zu prüfen.

Samstag, 24.03.07

Übungen auf dem Hundeplatz

Eigentlich hatten wir einen theoretischen Kurs, daher gab es keine Gruppenaufteilung.
Somit wusste ich nicht, an wen ich meine Stofftücher verteilen sollte, die ich immer als GA nehme.

So habe ich dann vor Ort entschieden, wir versuchen heute mal etwas Neues. Ein Helfer erklärte sich bereit, für Aias eine Spur zu legen. Er hatte aber nichts dabei, was als GA geeignet war. An seinem Arm entdeckte ich eine Armbanduhr aus Metall, die er mir zur Verfügung stellte. Damit es für Aias nicht zu schwer für den Anfang war, sollte der Helfer mit Aias das Opferspiel machen und auch den Weg markieren, den er lief. Dafür gab ich ihm meine obligatorischen Klammer mit.

Die Uhr verpackte ich in einem Beutel und versicherte ihm hoch und heilig, feste Gegenstände knabbert Aias nicht an, was er mit Stoffstücken gerne mal tut. Aias war hochgepuscht und wollte hinterher. Ich lies ihn kurz gucken, dann drehte ich ihn weg. In Ruhe...grins...legte ich ihm das Geschirr an und sortierte die Leine.

Dann brachte ich ihn zum ungefähren Ansatzpunkt, lies ihn sitzen und hielt ihm die Tüte vor die Nase. Er stopfte den ganzen Kopf rein und schnüffelte interessanterweise ausgiebig an der Uhr. Sonst macht er das nicht so lange. Ich schickte ihn suchen, er kreiste ein wenig, dann fand er die Spur und los gings. Bremsen war wieder eher schlecht, aber es ging. Im Vorbeifliegen konnte ich die Klammern ausmachen, die einen Abzweig markierten, in welche Richtung, wusste ich nicht, aber nach einem Rechtswinkel sah ich die nächste Klammer hängen, die mir zeigte, wir waren richtig.

Wieder ging es ein ganzes Stück geradeaus, da bemerkte ich die nächste Klammer. Aias arbeitete den Abzweig nach links aus und im Affenzahn gings weiter. In Panik sah ich einen Graben mit Wasser auf mich zukommen, verfluchte mich, wieder nur 5 m Leine zur Verfügung zu haben, um zu überlegen, wie ich da nun wieder rüber komme. Aias war natürlich schon längst drüben, holpernd und einigermaßen trockenen Fußes folgte ich ihm, als er einen Baum umrundete und den Helfer gefunden hatte.

Ächz, schweißnaß, aber Aufgabe gut gelöst.


Nach einer Pause, in der dann die Flächenhunde dran waren, bekam Aias seine nächste Suche.
Diesmal hatte ich eine für ihn fremde Person, die als Zuschauer zu Besuch war. Natürlich stellte sich auch hier die problematische Frage nach einem GA. Die nette Dame stellte dann freundlicherweise ihren Autoschlüssel zur Verfügung, der auch wieder in die Tüte gesteckt wurde. Damit ich derartig wichtige gegenstände nicht verliere, übergebe ich sie direkt nach dem Start einem HF hinter mir, der mich begleitet.
Aias wurde wieder mit einem Opferspiel aufmerksam gemacht und ich wusste auch den Weg, weil diesmal Asphalt gekreuzt werden sollte. Es war teilweise ziemlich windig, was man im Wald aber nicht so spürte. Aias wurde dann am Startpunkt wieder hingesetzt und ich hielt ihm die Tüte hin. Wieder steckte er den ganzen Kopf hinein und schnüffelte ausgiebig. Er startete zügig und lief den direkten Weg. Am Ende des Waldes kam er dann auf den Asphaltweg, den er ohne Zögern überquerte, aber kurz vor der Holzbrücke, über die es eigentlich weiter ging, schwenkte er plötzlich nach links ab und lief 10 - 20 m in diese Richtung. Alles hinter mir wunderte sich, war er doch schon fast auf der Holzbrücke.

Ich lies ihn gehen und spürte einen Windzug in meinem Nacken. Der Wind trug den Geruch offensichtlich nach links rüber, sodass Aias dem Geruch folgte. Auch als ich stehen blieb, weil uns ein freilaufender Hund am Fahrrad entgegen kam, wollte er weiter. Sonst irritiere ich ihn mit derartigen Aktionen immer und er geht nicht weiter, weil er wohl glaubt, etwas falsch gemacht zu haben. Diesmal nicht, er wollte weiter.

Plötzlich drehte er um, bevor der Hund uns erreicht hatte, und ging zurück. An der Holzbrücke nahm er die Spur korrekt wieder auf, überquerte sie und fand die Frau links im Gebüsch.

Auf die Frage meiner Mitläufer erklärte ich ihnen das Verhalten und puderte an der besagten Stelle die Windrichtung aus. Der Wind drehte an dem Weg sichtlich und erklärte Aias' Verhalten, da der Wind nach meinem Empfinden in dem Moment von rechts kam und vom Asphalt verweht wurde.

Der Hund, der mittlerweile an uns vorbei kam, interessierte Aias nicht im Geringsten, hatte die Frau im Gebüsch doch seine heilige Wurstdose in der Hand.


Die letzte Suche für Aias sollte dann für mich ganz anders gemacht werden.

Unser Ausbildungsleiter erklärte sich bereit, die Spur zu legen. Ich wollte aber weder wissen, wohin er geht, noch wollte ich Markierungen haben. So erklärte er Dirk abseits seinen Weg, der dann zur Sicherheit wieder hinter mir lief.

Als GA händigte mir der AL sein Handy aus, während er ein anderes mitbekam, damit er klingeln lassen konnte, wenn er am Ziel angekommen ist. Aias lies ich ohne Geschirr warten, auch wurde er diesmal nicht per Opferspiel aufmerksam gemacht. Es war somit für ihn nicht ersichtlich, dass das sein Opfer war, welches sich dort entfernte. Es ging ja ständig jemand weg, weil mit mir zusammen auch die Flächenhunde trainierten. Zu dem war das ganze Parkstück mit unseren Spuren durchzogen, weil jeder HF dort schon mal rumgelaufen war, auch unser AL.

Als das Handy klingelte, zog ich Aias sein Geschirr an und sortierte die Leine. Wieder hopste er aufgeregt herum und wollte los. In der Nähe vom Startpunkt lies ich ihn wieder sitzen, zeigte ihm die Tüte und übergab sie Dirk. Aias kreiste etwas, dann fand er die Spur und lief los.

Dieses Mal lief er zwar zügig, aber verhalten. Ich brauchte also kein Jogging über Stock und Stein hinzulegen, wie es nach einen Opferspiel meist der Fall ist. Er folgte dem Trampelpfad, folgte einer Gabelung nach links auf einen Graben zu. Kurz davor schwenkte er nach rechts ab und lief paralell zum Graben. Hinter mir hörte ich keinen Ton, also waren wir wohl richtig. Aias lief weiter, genau auf den nächsten Graben zu, der sich bedrohlich mit viel Wasser und Schlamm vor mir aufbaute....Hilfe, schon wieder Wasser!

Ziestrebig lief Aias darauf zu, er überwand ihn natürlich mit Leichtigkeit....warum hab ich bloß zwei Beine und nicht Vier? Oder 10 m Leine, die friedlich im Auto an der Box hing? Auf der anderen Seite angekommen fand Aias unseren AL hinter einem Baum hocken....Aufgabe zur absoluten Zufriedenheit gelöst und in den Graben gefallen bin ich auch nicht...

Danach haben wir für den Vormittag genug getan, schliesslich wartete noch theoretischer Unterricht auf uns.


Hier Bilder und Beschreibung vom Workshop in Delmenhorst



Dienstag, 27.03.2007

Übungssuchen im Wald von Dose

Wie bekommt man einen Geruchsartikel, wenn man seinen Zuhause vergessen hat?


Striptease im Wald....es ist aber keiner weggelaufen und umgefallen ist auch keiner




Bei einer Socke dürfte Tanja ja wohl ganz leicht zu finden sein. Geruchsaufnahme....


...und los gehts...da sitzt ja schon wieder ein Paparazzi im Weg rum....jaja, ich weiß, den soll ich nicht suchen.


Ich bieg ja schon ab. Ich weiß nämlich, dass sie hier abgebogen ist.


Weiter gehts durchs Unterholz....jaja, 4 Beine zu haben, ist da schon ein großer Vorteil, sieh' zu Frauchen, dass du zackig mit kommst


Nun ist auch Hafny dran....weil er so klein ist, sieht man ihn kaum, nur ein weißer Fleck.


Aber isser nicht süß?


In der Zeit muss ich natürlich wieder warten....Frauchen macht auch Bilder...schlimm, jetzt rennen die Weiber schon mit zwei Kameras im Wald rum....


Dann bin ich wieder dran....Frauchen ist ganz gemein. Ich darf nicht gucken, wo Silvia hingeht und mir werden die Augen zugehalten....unerhört.




Und weil ich so gemein bin, bin ich am Graben natürlich wieder viel schneller als Frauchen....Rücksicht? Ihwo...wozu?


Spring, Frauchen, spring....




Boah, ist das anstrengend....ich bin schon ganz kaputt...


Neue Sportart erfunden.....Packeseling!


Tagebuch April

 
   

   © 2007 by Manuela Schmidt •  mailto: manuela at berger-de-beauce dot net