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Arbeit mit dem Beauceron
![]() Der Beauceron als RettungshundSeit 1991 bin ich Mitglied bei der BRH - Rettungshundestaffel Wilhelmshaven - Friesland. Als ich 1994 auf einer Ausstellung für französische Hirtenhunde zum ersten Mal einen Beauceron gesehen habe ( ich kannte bis dahin nur Briards ), war ich von dieser Rasse fasziniert. Auf welche Voraussetzungen sollten geachtet werden, um seinen Hund als Rettungshund ausbilden zu können, besonders wenn es sich um eine charakterstarke Rasse wie den Beauceron handelt? Der Beauceron soll laut Standart ein wesensfester, gelassener Hund sein, der niemals grundlose Aggressivität zeigen darf. Da er Fremden gegenüber mißtrauisch sein kann, ist es für die Ausbildung zum Rettungshund wichtig, ihn mit vielen Menschen unterschiedlichen Alters und Nationalitäten bekannt zu machen. ![]() ( Mein erster Hund Rocky beim Sprung durch den Feuerreifen ) Aaron kam im Alter von 8 Wochen zu uns. Nachdem er die 2. Impfung erhalten hatte, besuchte ich mit ihm die Welpenschule und habe parallel dazu mit den Gewöhnungsübungen für die Rettungshunde - Arbeit begonnen. Aias kam im Alter von 9 Wochen zu uns, aber er war von Anfang an ein ganz anderer Charakter als Aaron. Dieser ging auf Neues offen zu, während Aias sich alles in Ruhe ansehen musste. Erst nach einer Weile wollte er z.B. mit den anderen Hunden in der Welpenstunde spielen. Mit der Ausbildung kann man nie früh genug beginnen, da Welpen im Normalfall unbedarft allem Neuen gegenüber sind. Es soll nun aber nicht heissen, dass man mit einem älteren Hund nicht mehr anfangen braucht, im Gegenteil. Ich selber habe mit meinem ersten Hund im Alter von 4 Jahren mit der Ausbildung begonnen und auch das hat sehr gut geklappt. Aber eine solche Ausbildung dauert in der Regel 2 - 3 Jahre bis zur Prüfung. In beiden Fällen kommt es nur auf den Hund selbst an, auch ein vom Welpenalter an ausgebildeter Rettungshund ist nicht unbedingt der Bessere. Zu Anfang werden mit die Junghunde mit den sogenannten Eigenanzeigen dazugebracht, den Besitzer / in zu suchen und zu verbellen. Diese Übung zählt zu den Schwierigsten überhaupt, da es bei manchen Hunden extrem schwierig ist, sie zum Bellen auf Kommando zu bringen. Die Hunde werden mit schwankendem Untergrund und ungewöhnlichen Geräuschen konfrontiert - Stromaggregate, Kettensägen, Rasseln, Schüsse, Bretter, Wellplastik, Reifen, Steinhaufen und Gitterroste. Mit Rücksicht auf das jeweilige Alter wird der Schwierigkeitsgrad langsam erhöht. Unter anderem werden die Hunde an unterschiedliche Transportmöglichkeiten gewöhnt, z.B. mit dem Hubschrauber, verschiedenen Arten von Booten, das Ablassen mit dem Abseilgeschirr vom Kran oder mit der Drehleiter der Feuerwehr. ![]() Der Rettungshund arbeitet sowohl in der Fläche als auch in den Trümmern grundsätzlich ohne Leine und Halsband, sie wittern lediglich den menschlichen Geruch (sogenannte Hochwindsucher ). Diese Arbeitsweise erhöht den Aktionsradius des arbeitenden Hundes und minimiert die Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben an Ästen oder Trümmerteilen. Manchmal ist ein Betreten des Suchgebietes durch den Hundeführer nicht möglich, aber der selbstständig arbeitende Rettungshund kann durch seine bessere Gewichtsverteilung, Balancieren oder seine geringere Körpergröße dort noch immer agieren. ![]() Im Alter von mittlerweile 15 Monaten kann der Hund seine VDH - Begleithundeprüfung ablegen, die für eine Teilnahme an der Rettungshunde - Prüfung Voraussetzung ist. Ab 16 Monaten kann eine Rettungshunde - Vorprüfung abgelegt werden. Bei dieser überprüft der Ausbildungsleiter mit zwei erfahrenen Hundeführern die Reife des zur Prüfung anstehenden Hundes und die Zusammenarbeit des gesamten " Teams ". Sowohl die Vorprüfung als auch die Hauptprüfung wird unterteilt in die Sparten Trümmer und Fläche. Mit 18 Monaten kann dann die Hauptprüfung Stufe A und mit 24 Monaten die Stufe B abgelegt werden. Um den Status eines Rettungshundeteams aufrecht zu erhalten, muß die Prüfung jährlich wiederholt werden. ![]() ( Unser Ausbildungszentrum für die biologische Wasserortung ) Der Hundeführer besucht in der Zeit der Ausbildung ebenfalls verschiedene Ausbildungskurse, die als Rettungshundeführer gebraucht werden. Es werden Erste Hilfe am Menschen und am Hund, Karte und Kompass, Bergungskurse und Funklehrgänge mit Lizenzprüfung geschult. Die WasserortungZusätzlich zur Flächen- und Trümmersuche werden einige Hunde in der biologischen Wasserortung ausgebildet. Diese Hunde suchen in Binnengewässern nach ertrunkenen Personen, nach z.B. Badeunfällen. Die Ausbildung ist wesentlich schwieriger als die normale Rettungshundeausbildung, da es nicht möglich ist, den Hund direkt nach der Anzeige zu bestätigen.
Die Eignung des Hundes
![]() Unerwünschte Anlagen
Die Eignung des Hundeführers
![]() Weitere Ausbildungsmöglichkeiten für den BeauceronInformationen erteilt auch deroder der Deutsche Hundesportverband |
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© 2007 by Manuela Schmidt mailto: manuela at berger-de-beauce dot net |